Vor dem Start eines Blogs
Die wichtigsten Fragen, die Du dir vor dem Start eines Blogs stellen sollten!
Du spielst schon eine Weile mit dem Gedanken, einen Blog zu starten? Dann kennst du wahrscheinlich auch dieses Gefühl: Es gibt gefühlt tausend Dinge, die man vorher wissen müsste, und niemand erklärt dir wirklich, wo du anfangen sollst.
Die gute Nachricht: Du musst nicht alles auf einmal lernen. Ein Blog aufzubauen ist ein Prozess – und ein Teil davon ist, dass du dir manches erst unterwegs erarbeitest. Das ist völlig normal und gehört einfach dazu.
Trotzdem gibt es ein paar Dinge, über die du dir vorher Gedanken machen solltest, damit du später nicht von unangenehmen Überraschungen eingeholt wirst. Deshalb schauen wir uns heute die drei Fragen an, die ich für den wichtigsten Ausgangspunkt halte, bevor du überhaupt eine Zeile schreibst.
Mit welchen Kosten musst du wirklich rechnen?
Das ist ein Punkt, über den viele nur sehr vage sprechen. „Ach, das kostet nicht viel“ – aber was heißt das eigentlich? 30 Euro? 100 Euro? 500 Euro?
Das macht nämlich einen riesigen Unterschied, je nachdem, in welcher Situation du gerade steckst. Für die eine Person, die nebenbei in Vollzeit arbeitet, sind 500 Euro vielleicht kein Thema. Für jemanden, der sich mit dem Blog gerade ein zweites Standbein aufbauen möchte, kann diese Summe dagegen ziemlich abschreckend wirken.
Deshalb möchte ich hier ganz konkret werden: Es gibt im Grunde nur zwei Ausgaben, an denen du zu Beginn nicht vorbeikommst – dein Hosting und dein WordPress-Theme.
Gutes Hosting bekommst du je nach Anbieter schon für ein paar Euro im Monat. Bei einem durchdachten Theme, das dir wirklich Arbeit abnimmt, solltest du eher mit einer einmaligen Investition im niedrigen zweistelligen bis knapp dreistelligen Bereich rechnen. Das klingt erst mal nach viel, spart dir aber am Ende Stunden an Bastelei – gerade wenn du, wie ich es bei meinen Kadence-Templates mache, ein Design bekommst, das schon fertig durchdacht ist und du nur noch deine Inhalte einsetzt.
Alles andere – von Grafiken bis Marketing – kannst du am Anfang mit kostenlosen Tools und ein bisschen Recherche selbst stemmen. Wenn du Geld übrig hast, kannst du dir dein Leben natürlich mit der ein oder anderen Investition leichter machen. Aber ein Muss ist das nicht. Ich möchte einfach, dass du realistisch planen kannst, ohne dass dir später plötzlich unerwartete Kosten ins Haus flattern.
Wie soll dein Blog eigentlich aussehen – und wie soll er heißen?
Das ist tatsächlich der Punkt, bei dem viele am längsten hängen bleiben. Und ehrlich: Das ist okay so. Ich habe selbst schon mehr als einmal erlebt, wie sich eine Marke im Laufe der Zeit verändert – neue Farben, neues Layout, manchmal sogar ein komplett neuer Look. Das ist kein Beinbruch. Du wirst dein Gefühl für dein Design und deine Zielgruppe erst mit der Zeit richtig schärfen, und das darf sich entwickeln.
Anders sieht es bei deinem Blognamen und deiner URL aus. Das ist der eine Baustein, den du dir wirklich gut überlegen solltest, weil du ihn im Idealfall nicht mehr änderst. Ein Wechsel ist zwar möglich – aber er kostet Sichtbarkeit, Wiedererkennung und jede Menge Nerven.
Nimm dir also lieber jetzt ein paar Minuten mehr Zeit, statt dich später zu ärgern. Ein guter Trick: Prüfe schon vorab bei deinem Wunsch-Hoster, welche Domainnamen überhaupt noch frei sind, bevor du dich in einen Namen verliebst, den es als Adresse längst nicht mehr gibt.
Und ein kleiner Tipp aus der Praxis: Halte deine URL kurz – im Idealfall zwei bis drei Wörter. Je mehr Wörter aneinandergereiht werden, desto schwerer wird sich dein Blogname merken lassen und desto unübersichtlicher wirkt die Adresse am Ende.
Wie viel Zeit kannst du realistisch investieren?
Ich freue mich riesig, wenn du dich für das Bloggen entscheidest – aber ich möchte auch, dass du ehrlich mit dir selbst bist, was den Zeitaufwand angeht.
Wann schreibst du deine Beiträge? Wann kümmerst du dich um deine Website selbst? Wann bleibt Zeit für Werbung und Reichweite, und wann für Recherche?
Keine Sorge, hier geht es nicht darum, dich zu überfordern. Es geht darum, dass du dein Tempo findest. Wenn du nur ein, zwei Stunden pro Woche Zeit hast, ist das völlig in Ordnung – solange deine Erwartungen dazu passen.
Wenn du dagegen richtig durchstarten und dein Blog zügig wachsen lassen willst, dann solltest du dir vorher bewusst machen, wie viel Zeit dafür tatsächlich draufgeht. Ein einzelner Blogbeitrag – mit Recherche, Schreiben, passenden Grafiken und der Vermarktung auf Social Media – kann gut und gerne eine Stunde oder mehr in Anspruch nehmen. Und das ist nur der Beitrag selbst, ohne die Arbeit, die kontinuierlich in die Website drumherum fließt.
Bitte verstehe das nicht als Abschreckung. Ich will dir nur ehrlich sagen: Wer dir verspricht, dass du über Nacht reich wirst, erzählt dir keine Wahrheit. Bloggen braucht Zeit – aber was du reinsteckst, bekommst du am Ende auch zurück.
Viel Erfolg beim Start deines Blogs – ich drücke dir die Daumen!