WordPress Website aktualisieren
Ich bin sicher, du kennst das: Du loggst dich in dein WordPress-Dashboard ein und siehst sofort diese kleine Benachrichtigung — ein Update ist verfügbar. Und dann kommen die Fragen:
Soll ich das jetzt einfach machen? Was, wenn danach etwas nicht mehr funktioniert? Und was passiert, wenn meine Website nach dem Update plötzlich anders aussieht?
Alles berechtigte Fragen — und ich verstehe die Unsicherheit dahinter total. Aber die gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich etwas schiefgeht, ist sehr gering. Wenn du weißt, wie du Updates richtig durchführst, ist das weder für dich noch für deine Website ein Problem. Ich zeig dir, wie das geht.
Erstelle zuerst ein Backup
Bevor du irgendetwas aktualisierst, solltest du ein Backup deiner Website erstellen. Das ist der wichtigste Schritt — und er wird leider am häufigsten übersprungen.
Viele Hosting-Anbieter bieten automatische Backups als Teil ihres Pakets an. Bei All-Inkl. zum Beispiel kannst du Backups direkt über das KAS-Verwaltungspanel anlegen. Trotzdem empfehle ich, zusätzlich ein Plugin zu nutzen — einfach um auf der sicheren Seite zu sein
Welches Backup-Plugin ist empfehlenswert?
Ich persönlich empfehle UpdraftPlus. Das Plugin wird regelmäßig weiterentwickelt, hat einen guten Support und die kostenlose Version reicht für die meisten Websites völlig aus.
Wenn du dir andere Optionen anschauen möchtest, geh einfach auf Plugins > Neu hinzufügen und such nach „Backup“. Achte dabei auf die Sternebewertung, das Datum der letzten Aktualisierung und die Anzahl der aktiven Installationen — das sind gute Hinweise darauf, ob ein Plugin zuverlässig ist.
Worauf du bei einem Backup-Plugin achten solltest:
Manuelle und geplante Backups sollten möglich sein. Die Backups sollten extern gespeichert werden — zum Beispiel bei Google Drive oder Dropbox, nicht auf dem Server deiner Website. Das würde deine Seite sonst unnötig verlangsamen. Und du solltest deine Website aus dem Backup auch tatsächlich wiederherstellen können, wenn es nötig wird.
Wie oft du ein Backup erstellen solltest, hängt davon ab, wie aktiv deine Website ist. Wenn du einmal pro Woche bloggst, reicht ein wöchentliches Backup. Wenn du täglich Inhalte veröffentlichst oder einen Shop betreibst, solltest du das deutlich öfter tun. Und direkt vor einem Update gilt immer: einmal manuell sichern, egal was.
Was du vor dem Aktualisieren wissen solltest
Core-Update oder Bugfix?
Nicht jedes Update ist gleich. Ein Core-Update erkennst du daran, dass die Versionsnummer aus zwei Zahlen besteht — zum Beispiel WordPress 6.5. Das ist ein größeres Update mit vielen Änderungen unter der Haube.
Ein Bugfix- oder Sicherheitsupdate hat drei Zahlen — zum Beispiel WordPress 6.5.1. Das bedeutet, dass kleinere Fehler des letzten Updates behoben wurden und meistens auch Sicherheitspatches dabei sind.
WordPress-Updates
Bei einem Core-Update empfehle ich, mindestens 48 Stunden zu warten, bevor du aktualisierst. In dieser Zeit zeigt sich, ob es größere Probleme oder Konflikte mit Plugins oder Themes gibt. Wenn etwas nicht stimmt, bringt WordPress in der Regel sehr schnell ein Bugfix-Update raus — und dann wartest du einfach auf dieses.
Bei Bugfix-Updates reicht es, etwa 24 Stunden zu warten. Die sind meist unkomplizierter, aber auch hier gilt: kurz abwarten schadet nie.
Theme-Updates
Dasselbe Prinzip gilt für dein Kadence Theme. Das Kadence-Team veröffentlicht Updates regelmäßig — halte dich an die gleichen Richtlinien wie bei WordPress selbst und schau vorher kurz, ob es Rückmeldungen zu dem Update gibt.
Plugin-Updates
Bei einfachen Plugins reicht es, 24 Stunden nach Veröffentlichung zu warten. Bei größeren oder besonders wichtigen Plugins — zum Beispiel solchen, die direkt mit deinem Shop oder deinen Formularen zusammenhängen — würde ich 48 Stunden abwarten, bis klar ist, dass keine Probleme gemeldet wurden.
Wo erfährst du, ob es Probleme gibt?
Facebook-Gruppen sind dafür eine super Quelle — dort bekommt man meistens sehr schnell mit, wenn nach einem Update etwas nicht stimmt. Auch die offiziellen Support-Foren bei WordPress.org und die Support-Seiten von Kadence sind gute Anlaufstellen. Einfach kurz nachschauen, bevor du auf „Aktualisieren“ klickst.Updates sind wichtig — ich rate dir nicht davon ab, sie zu machen. Ich empfehle dir nur, dabei strategisch vorzugehen.
So führst du Updates durch
Automatische Updates
Manche Hosting-Anbieter richten automatische Updates ein. Das kann praktisch sein, bedeutet aber auch, dass du weniger Kontrolle darüber hast, wann genau aktualisiert wird. Wenn du automatische Updates aktivierst, stell sicher, dass auch deine Backups automatisch und regelmäßig laufen.ü
Wenn du mal eine Benachrichtigung siehst, dass ein automatisches Update fehlgeschlagen ist, ist das kein Grund zur Panik. Das passiert manchmal, wenn dein Hoster das Update gerade verteilt und deine Website noch nicht dran war. In der Regel erscheint das Update innerhalb von 24 Stunden in deinem Dashboard — dann kannst du es einfach manuell durchführen.
Manuelle Updates
Wenn du lieber selbst die Kontrolle behältst, ist das ganz einfach: Geh in deinem Dashboard auf Dashboard > Updates. Dort siehst du alle ausstehenden Updates auf einen Blick. Klick auf „Jetzt aktualisieren“ und warte, bis der Vorgang abgeschlossen ist — das dauert meist nur wenige Sekunden. Wichtig: Schließe die Seite nicht, bevor das Update fertig ist.
Während des Updates zeigt WordPress kurz eine Wartungsseite an — das ist normal und verschwindet automatisch wieder. Wenn deine Website viel Traffic hat, mach das Update am besten zu einer ruhigeren Tageszeit.