Person mit lockigen Haaren arbeitet an einem Laptop mit geöffneter Bildübersicht, daneben liegen ein Marker und ein Radiergummi auf dem Holztisch.

Warum Bildformate wie WebP & AVIF wichtig sind

WebP und AVIF Bildformate sind wichtig für deine Website

Wenn deine Website langsam lädt, liegt das in den meisten Fällen an den Bildern. Nicht am Theme, nicht am Hosting, sondern an zu großen, falsch gespeicherten Bilddateien. Das ist eine gute Nachricht, denn genau das kannst du selbst ändern, ohne Programmierkenntnisse und ohne teure Tools. Der Schlüssel dazu heißt WebP und AVIF, zwei moderne Bildformate, die JPEG und PNG in fast jeder Hinsicht überlegen sind.

Was WebP und AVIF anders machen

Kleinere Dateien bei gleicher Qualität

JPEG und PNG stammen aus einer Zeit, in der niemand an mobile Datenvolumen oder Core Web Vitals gedacht hat. WebP und AVIF nutzen deutlich modernere Kompressionsverfahren und schaffen es, ein Bild optisch identisch aussehen zu lassen, während die Datei oft nur ein Bruchteil der Größe hat.

Ich habe das an einem Foto aus meiner eigenen Bildbibliothek getestet, genau dem, das über diesem Beitrag hängt. Als JPEG in typischer Exportqualität kommt es auf 177,6 KB, als WebP nur auf 50 KB. Das sind 72 Prozent weniger, bei einem Bild, das du im direkten Vergleich kaum unterscheiden kannst.

Transparenz und Animation ohne Umwege

Für Logos mit transparentem Hintergrund musstest du bisher zu PNG greifen, was schnell schwere Dateien produziert hat. WebP kann Transparenz genauso gut wie PNG, aber bei einem Bruchteil der Dateigröße. Auch kleine Animationen lassen sich darstellen, ganz ohne GIF und dessen berüchtigt schlechte Kompression.

Was das für deine Ladezeit bedeutet

Ladezeit und Core Web Vitals Google bewertet, wie schnell der größte sichtbare Inhalt einer Seite lädt, der sogenannte Largest Contentful Paint. Bei den meisten Websites ist das ein Bild, oft das Hero-Bild direkt oben auf der Seite. Wenn dieses eine Bild von 300 KB auf 90 KB schrumpft, spürt das nicht nur Google, das spürt auch jede Besucherin, die deine Seite auf dem Handy im Café öffnet.

Weniger Datenvolumen unterwegs

Gerade für mobile Nutzerinnen mit begrenztem Datenvolumen macht es einen echten Unterschied, ob deine Seite zwei oder sechs Megabyte laden muss. Kleinere Bilder bedeuten weniger Datenverbrauch für deine Besucherinnen und gleichzeitig weniger Last auf deinem Hosting, was sich bei vielen Anbietern sogar in den Kosten bemerkbar macht.

Bilder automatisch konvertieren lassen

Du musst nicht jedes Bild von Hand umwandeln. Plugins wie ShortPixel, Converter for Media oder EWWW Image Optimizer erledigen das im Hintergrund, sobald du ein Bild in die Mediathek lädst. Die meisten bieten eine kostenlose Kontingentgrenze, die für kleinere Websites völlig ausreicht.

Fallbacks nicht vergessen

Fast alle aktuellen Browser können WebP inzwischen problemlos darstellen, bei AVIF hinkt die Unterstützung noch etwas hinterher. Gute Optimierungsplugins liefern automatisch ein Fallback-Format aus, falls ein Browser das moderne Format nicht lesen kann. Du musst dich darum in der Regel nicht selbst kümmern, solltest aber beim Einrichten des Plugins kurz prüfen, ob diese Option aktiv ist.

Was ich in der Praxis mache

Ich beziehe meine Fotos oft von Kaboompics, das ist eine gute Quelle für authentische Arbeitsplatz- und Lifestyle-Bilder in warmen Farbtönen. Die Fotos kommen dort allerdings nicht als WebP, deshalb bearbeite ich sie vorher kurz mit Squoosh.app und exportiere sie dort direkt als WebP. Das dauert pro Bild nur wenige Sekunden und ich habe die Kontrolle über die Kompressionsstärke, statt mich blind auf ein Plugin zu verlassen.

Bei Bildern, die Kundinnen mir als JPEG schicken, läuft die Konvertierung automatisch über das Optimierungsplugin, ich muss nichts weiter tun. Und wenn auf einer Website bereits jede Menge JPEGs in der Mediathek liegen, würde ich die auch nicht einzeln von Hand nachbearbeiten. Dann ist ein Plugin die schnellere Lösung, das konvertiert den kompletten Bestand automatisch im Hintergrund.

Deine Seite lädt spürbar schneller, deine Bilder sehen genauso gut aus wie vorher, und du profitierst nebenbei noch von einem kleinen SEO-Bonus. Wenn du bisher noch mit unkomprimierten JPEGs arbeitest, ist das der einfachste Hebel, den du diese Woche noch umlegen kannst.

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